Stepp Geigenbau

Das Geigenbau-Atelier von Robert Stepp befindet sich im urbanen Stuttgarter Osten, und damit in der Nähe vieler musikalischer Institutionen wie der Musikhochschule Stuttgart, des SWR-Sinfonieorchesters oder der Staatsoper Stuttgart.

Kontakt

Stepp Geigenbau

Adresse

Landhausstraße 111,
70190 Stuttgart

Telefon

+49 (0)711 261 462

Schon als Schüler ging Robert Stepp als Kunde in dieser Werkstatt ein und aus. Nachdem er von seinen Lehr- und Wanderjahren in England, Hamburg und Paris wieder nach Deutschland zurückgekehrt war, nahm die Inhaberin Kristin Vasterling Kontakt mit ihm auf. Dies führte schließlich dazu, dass er zu Beginn des Jahre 2021 in seine Heimat zurückkehrte und das Geschäft übernahm.

Seine Zeit als Geigenbauer begann nach einem in Freiburg abgeschlossenen Cellostudium 2011 an der renommierten Geigenbauschule in Newark on Trent in England. Mit Auszeichnung verlässt er England 2014 und vertiefte sowohl das Spielfertigmachen, die Reparatur von Instrumenten mit klanglicher Optimierung, den Bezug von Bögen, sowie seine größte Leidenschaft, den Neubau von Geigen, Bratschen und Celli in verschiedenen Werkstätten Europas, z.B. bei Charles Coquet in Paris, Andreas Kägi in Berlin, Hampel & Riebesehl in Hamburg, Ersen Aycan in Freiburg.

Mit dem Ziel sich voll mit dem Neubau von Streichinstrumenten zu beschäftigen, eröffnete Robert Stepp seine erste eigene Werkstatt in Frankfurt a.M. im Sommer 2019. Schon ein Jahr später erfolgte die Übernahme der Geigenbauwerkstatt von Kristin Vasterling in seiner Geburtsstadt Stuttgart. Neben seiner Leidenschaft, neue feine handgefertigte Instrumente zu bauen, hat er nun die große Aufgabe, eine Vielzahl von Musiker*innen mit Klangeinstellungen, Bogenarbeiten und Reparaturen zu bedienen. „Wichtig ist es, immer ausreichend Instrumente und Bögen in allen Kategorien im Angebot zu haben“, hat Robert Stepp bald erkannt. Er scheut sich nicht, auch den neu gebaute Instrumente von Kolleg*innen in seiner Werkstatt anzubieten. Für Muisker*innen ist es leichter, aus einer Auswahl an Instrumenten und Bögen das für ihn passende Instrument zu finden.

Neben allen handwerklichen Alltagsaufgaben schafft es Robert Stepp, drei bis vier Instrumente im Jahr in vollständiger Handarbeit nach den Vorstellungen der Musiker*innen herzustellen. Seine Vorbilder dafür sind die alten bekannten italienischen Meister, jedoch beschäftigt er sich auch mit der Konzeption seiner eigenen Modelle, angelehnt an existierende alte Instrumente, aber optimiert an die heutigen Anforderungen.

Durch sein geschultes Ohr als Cellist und auch in der Praxis wachsende Fähigkeit, sich in klangliche Wünsche von Musiker*innen hineinversetzen zu können, ist er viel mit Feinjustierungen und Klangeinstellungen beschäftigt. Es ist ihm ein Anliegen, sich auch mit seinen eigenen Instrumenten auf die klanglichen Vorstellungen der Kund*innen einzustellen.

„Die Musiker*innen sind zufrieden, wenn sie das Gefühl haben, dass sich der Instrumentenbauer in die ihre Probleme und Fragestellungen hineinversetzen kann und sich bemüht, die bestmöglichen Lösungen zu finden.“

Die Zunft der Instrumentenbauer ist klein und es gibt natürlich Wettbewerb. Für die Weiterentwicklung dieses einzigartigen Handwerks sind gleichwohl – davon ist Robert Stepp überzeugt – der regelmäßige Austausch unter Kolleg*innen, die Pflege eines gemeinsamen transparenten Netzwerks, sowie regelmäßige gemeinsame Projekte wichtig.

Auf längere Sicht möchte sich Robert Stepp noch mehr als bisher seiner Leidenschaft des Neubaus von Instrumenten, sowie der klanglichen Optimierung von Streichinstrumenten widmen.

„Schön wäre es, eines Tages die Werkstatt mit einer Kollegin oder einem Kollegen zu teilen, um das ganze Spektrum des Handwerks dauerhaft anbieten zu können.“