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Über

Manufakturen aus Deutschland genießen Weltruf. Ob Porzellan, Uhren, Orgeln oder Schreibgeräte –- die handwerkliche Meisterschaft findet ihren Ursprung in der berühmten deutschen Handwerksausbildung, die zum immateriellen Kulturerbe gehört.

Noch wichtiger ist aber: Manufakturen weisen uns in die Zukunft! Sie sind es, die eine nachhaltige Wirtschaft bereits heute vorleben. Sie etablieren ein neues gesellschaftliches Verständnis von Qualität, Technik und regionaler Produktion, das sich am menschlichen Maß orientiert.

Die Deutsche Manufakturenstraße ist eine Online-Plattform, die die besten Manufakturen (und im weiteren Sinne: das gestalterisch-schöpferische Handwerk) zusammenfasst; auf verschiedenen Routen können die wunderbarsten Manufakturen nun – digital oder physisch – bereist werden.

Die Deutsche Manufakturenstraße ist ein Projekt des Direktorenhauses in Berlin. Das Direktorenhaus setzt sich für eine gesellschaftliche Aufwertung von Kreativität und Handwerk ein. Während es in der industriellen Wirtschaft bereits eine historisch gewachsene Fördertradition gibt, fehlt in Deutschland eine Spitzenförderung für das kreative Handwerk. Das Direktorenhaus wurde 2010 von Pascal Johanssen und Katja Kleiss gegründet, um diese Lücke zu füllen und die relevanten Protagonisten zu vernetzen: Manufakturen, Künstler, Gestalter und Handwerker, Händler, Ausbildungsorganisationen und alle, die sich für schöne und verantwortungsvoll hergestellte Dinge interessieren.

 

Manufakturen entdecken

Die Reise entlang der Deutsche Manufakurenstraße bietet Einblicke in die Vielfalt der Manufakturen Deutschlands. Möglich sind dabei: interessante Begegnungen und ungeahnte Entdeckungen. Die Manufakturstraße führt inspirierende Menschen zusammen, die eine gemeinsame Begeisterung für die Schönheit von Kreativität und Handwerk teilen.

Die Deutsche Manufakturenstraße

  • gibt einen Überblick über die Manufakturproduktion in Deutschland
  • kartografiert Manufakturen nach Ort, Gewerken und Produkten
  • präsentiert Manufakturen, die seltene oder bedrohte Handwerkstechniken verwenden
  • bewertet unabhängig Qualität, Innovativität und Nachhaltigkeit der Erzeugung

 

Das kreative Handwerk vor Ort erleben

Die Manufakturenstraße verbindet Geographie, Interessen und Menschen. Die Manufakturen und Schauwerkstätten sind besuchbare und oft sehr schöne Orte. Sie finden sich auf Schlössern, Gutshöfen, in Kornspeichern am Hafen oder in versteckten Hinterhof-Remisen der größeren Städte. Nicht nur die Reiseziele bleiben in Erinnerung, sondern auch die Landschaften, die auf dem Weg liegen.

Vor allem aber verbindet die Manufakturenstraße Menschen, die ähnliche Interessen verfolgen. Die Online-Plattform oder die Feste und Veranstaltungen der Manufakturen bieten die Möglichkeit, sich auszutauschen. Viele Schauwerkstätten bieten das ganze Jahr über Abwechslung und Anregung zu Ausflügen.

 

Handwerk und Weltkulturerbe

Nach dem 2003 verabschiedeten UNESCO-Übereinkommen werden traditionelle Handwerkstechniken zum Immateriellen Kulturerbe gezählt. Es handelt sich um Arbeitsweisen von gestaltenden Handwerkern, die über ein spezifisches inneres Wissen, z.B. im Hinblick auf eine bestimmte Fertigungstechnik, verfügen. Einige davon hat die Deutsche Unesco-Kommission bereits unter Schutz gestellt. Das ist gut, doch gibt es immer noch viel zu wenig Anerkennung und Unterstützung für die seltenen Kulturtechniken und die dahinter stehenden menschlichen Existenzen.

Bedrohte Gewerke werden auf der Deutschen Manufakturenstraße gesondern gekennzeichnet. Mit dem Wissen, dass materielle Vielfalt regionale Wurzeln besitzt, bewahrt die Deutsche Manufakturenstraße das handwerkliche Erbe der Regionen. Schwerpunkt der Arbeit ist das aktive Sammeln, Beschreiben, Katalogisieren und Bekanntmachen dieser raren Handwerkstechniken.

 

Die Aufnahme in die Liste der Deutschen Manufakturenstraße erfolgt durch Empfehlung. Bei der Aufnahmeentscheidung verpflichtet sich das Kuratorium der Manufakturenstraße zur Einhaltung von Grundsätzen wie Unabhängigkeit, Objektivität der Auswahl, jährliche Aktualisierung und einheitliche Auswahlkriterien.