Schaustickerei „Plauener Spitze“

Wer kennt nicht die filigranen, luftigen Gewebe, die unter dem Begriff „Plauener Spitze“ einst weltweit bekannt wurden. In der Schaustickerei werden die typischen Arbeitsabläufe der Spitzen- und Stickereiherstellung am originalen Standort wieder lebendig.

Kontakt

Schaustickerei „Plauener Spitze“

Adresse

Obstgartenweg 1
08529 Plauen

Telefon

+49 (0)37 4144 3187

Die Gebäude der heutigen Schaustickerei wurden in der Boomzeit der „Plauener Spitze“ zwischen 1897 und 1902 errichtet. Nach Stilllegung des Betriebes 1996 schien die Zukunft für Gebäude und Maschinen ungewiss. Nachdem der Verein „Vogtländische Textilgeschichte e.V.“ in der verlassenen Stickerei eine kleine Schauwerkstatt für Spitze und Stickerei eingerichtet hatte, gab es wieder eine Perspektive. Heute steht das Gebäudeensemble der alten Maschinenstickerei unter Denkmalschutz. Der Verein ist Träger des kleinen Industriemuseums und pflegt hier mit viel Liebe und Engagement das Erbe der „Plauener Spitze“.

Historische Großstickmaschinen in Aktion

Hier kann man sie noch bewundern, die bis zu 10 t schweren Großstickmaschinen, mit denen einst Spitzen und Stickereien hergestellt wurden. Die Besonderheit der Museumsfabrik ist, dass die Maschinen vorgeführt werden. Zwischen der ersten Handstickmaschine, mit der bereits ab 1830 gestickt werden konnte, und einer computergesteuerten Großstickmaschine liegen fast 200 Jahre technischer Fortschritt. In der Schaustickerei werden die wesentlichen Stationen dieser Entwicklung gezeigt. Dabei begeistern besonders die ausgeklügelten Ingenieurleistungen der sächsischen Maschinenbauer. Wenn die großen Stickmaschinen der Maschinenfabriken Kappel-Chemnitz und VOMAG-Plauen zu arbeiten beginnen, ist das für Jung und Alt stets ein Erlebnis.

Kurbel-, Adler- und Steppstickerei

Ein weiterer Teil der Ausstellung sind Kleinstickmaschinen, die um 1900 im Stickereigewerbe weit verbreitet waren. Sie dienten zur Konfektion der maschinell hergestellten Spitzen und Stickereien zu Blusen, Kragen oder Kleiderbesätzen. Erst mit Hilfe dieser Kleinstickmaschinen können Spitzen und Stickereien zu Produkten veredelt werden.

Kurbel-, Adler- und Steppstickereien, die ebenfalls auf Kleinstickmaschinen ausgeführt werden, sind Sticktechniken, die zur Verzierungen von Textilien verwendet werden. Diese Techniken sind unter dem Begriff „Nadelmalerei“ bekannt.

Manufaktur und Museumsedition

Entdeckungen in alten Musterbüchern inspirierten sie, Tüllspitzen aus den 1920er und 30er Jahre neu aufzulegen. Auf ihren historischen Großstickmaschinen werden sie heute wieder – wie vor hundert Jahren – hergestellt.

In Handarbeit werden sie zu Schals, Taschen und Accessoires verarbeitet. Erzeugnisse, die nur in unserem Museumsshop erhältlich sind. Natürlich gibt es in unserrm Shop auch eine große Auswahl von Spitzen und Stickereien aus regionalen Stickereibetrieben. Alle Erzeugnisse tragen das Qualitätssiegel “Plauener Spitze”.