Orgelbau E. Hammer Hannover

In der Region Hannover liegt westlich der Stadt Hildesheim die Kleinstadt Elze. Hier arbeitete der junge Philipp Furtwängler zunächst als Groß-Uhrmacher und war vorwiegend mit der Herstellung und Reparatur von Kirchturmuhren beschäftigt.

Kontakt

Orgelbau E. Hammer Hannover

Adresse

Hauptstr. 71
30966 Hemmingen

Telefon

+49 (0) 5101 2774

Sein erster Orgelneubau wurde 1838 vollendet und wurde somit das Gründungsjahr für seine Tätigkeit im Orgelbau.

Seit 1849 arbeitete der Sohn Wilhelm im väterlichen Betrieb und wurde 1854 Teilhaber in der Firma die daraufhin unter „Ph. Furtwängler & Sohn“ firmierte.

Seinen 2. Sohn Pius nahm Philipp Furtwängler 1862 in die Firma auf und es wurde daraus „Ph. Furtwängler & Söhne“. Nach dem Tod von Philipp Furtwängler 1883 verlegt Pius Furtwängler den Betrieb nach Hannover und nimmt als Teilhaber Adolf Hammer auf und die Firma heißt jetzt „P. Furtwängler & Hammer, Hannover“.

1892 scheidet Pius Furtwängler aus der Firma aus. Nach dem Tod von Adolf Hammer 1921 übernimmt der Sohn Walter gemeinsam mit seiner Mutter Johanna die Geschäftsführung bis 1937. Er wurde dabei auch von Emil Hammer unterstützt, der ein Neffe von Adolf Hammer war.

Im September 1937 übernimmt Emil Hammer den Orgelbaubetrieb und ändert den Firmennamen in „Emil Hammer Orgelbau Hannover“. Emil Hammer verstarb 1958 und sein Enkel Christian Eickhoff übernimmt 1961 die Firma.

Der Name „Emil Hammer Orgelbau Hannover“ blieb. Christian Eickhoff geht 2007 in den Ruhestand und verkauft das Unternehmen an die Orgelbaugesellschaft Reichenstein. Im Mai 2011 gliedert sich die Werkstatt aus der Orgelbaugesellschaft Reichenstein aus und wird wieder unter „Emil Hammer Hannover Orgelbau“ von Georg Schloetmann und seiner Ehefrau Malgorzata in Eigenverantwortung geführt.

1990 gab es im gesamten deutschen Orgelbau noch ca. 300 Orgelbauwerkstätten mit rund 2500 Beschäftigten.

Im Jahr 2018 sind es durch viele Ein-Mann-Betriebe zwar ca. 400 Orgelbaubetriebe, jedoch nur noch 1800 Mitarbeiter.

Die Orgelbauwerkstatt Emil Hammer blickt auf eine lange Tradition zurück. Die vielfältigen Instrumente, die seit 1838 von Ph. Furtwängler, Furtwängler & Hammer, sowie Emil Hammer gebaut wurden, bilden durch ihre verschiedene Stilistik und Bau-, sowie Klangcharaktere eine Orgellandschaft für sich.

Neben der Arbeit mit romantischen Instrumenten bildet der Neubau von Orgeln ebenso wie der creative, aber auch verantwortungsvolle Umgang mit Instrumenten des Neobarock einen Schwerpunkt unserer Arbeit.

Bei Neubauten setzen wir auf Vollgehäuse, Kranzrahmen und Resonanzkette. Die Spielmechanik aus Holz ist heute genauso selbstverständlich wie die Freihaltung von Kunststoffen und Plastikmaterial. Aus vieljähriger Erfahrung können wir sagen, dass die originären Werkstoffe wie Holz und Eisen, Leder und Messing, Blei und Zinn für die Qualität einer Orgel nicht zu ersetzen sind. So bleibt das Instrument wertbeständig und kann die Jahrzehnte überdauern.

Diese Orgeln zu bewahren und zu pflegen, zu renovieren und zu restaurieren, sowie diese Erfahrungen in neue Instrumente einfließen zu lassen, ist unser Anliegen.