Bereits seit 1998 ist Marinta Sigmund-Servetti selbstständig in Heilbronn tätig. Zuvor absolvierte sie eine Ausbildung an der Keramikschule in Landshut und war als Gesellin in verschiedenen Werkstätten tätig.
An ihrer Drehscheibe formt sie Porzellan zu Bechern, Teelichtern, Schalen, Vasen, aber auch zu Gefäßunikaten. Inspiriert wird sie von der Philosophie des Soetsu Yanagi und der Mingei-Bewegung, deren Verständnis nach ein Gefäß erst durch seine Nutzung vollendet wird.
Das biskuitfeine Porzellan mit samtiger Oberfläche versieht Sigmund-Servetti mit raffinierten Details und Strukturen, die ihren Arbeiten einen eigene Charakter verleihen. Das sensible Material vereint einige Gegensätze in sich: zum einen weist es eine gewisse Dichte und Härte auf, aber auch Leichtigkeit und Transparenz.
Auch bei der Oberflächengestaltung setzt Sigmund-Servetti auf Gegensätze, so kontrastieren sich in ihren quallenförmigen Lichtkuppeln glatte Oberflächen und dornenartige Texturen. In anderen Gefäßen reihen sich glatte, bauchige Bereiche an schmale, geriffelte Hälse.
Jegliches Porzellan, das während des Drehens oder Formens anfällt, wird gesammelt und wiederaufbereitet. Nichts wird verschwendet; so bleibt der Rohstoff bleibt im Kreislauf.




