KNOX Räucherkerzen und Zubehör

Vor nunmehr 145 Jahren gründete der Apotheker Hermann Zwetz die heute älteste Räuchermittelfabrik Deutschlands und wohl auch Europas.

Kontakt

KNOX Räucherkerzen und Zubehör

Adresse

Am Tharandter Wald 12
01723 Mohorn-Grund

Telefon

+49 (0)35 2092 0512

1865 gründet der Schleizer Apotheker Hermann Zwetz (1846 – 1923) einen Betrieb zur Herstellung von Räucherkerzen Von dem Gedanken getrieben, Räucherkerzen nicht nur in der Apotheke, sondern in größeren Mengen industriell herzustellen, gründete er nach einigen Berufsjahren in Auma (Thüringen) und Zörbig (Sachsen Anhalt), in dem kleinem Dorf Möschlitz bei Schleiz mit einem gewissen Apotheker Vorländer ein „chemisch-technisches Labor“.

Eine Schwarzmühle, die zu dieser Zeit nicht mehr zur Herstellung von Schwarzpulver benötigt wurde, da man zu dieser Zeit das Dynamit erfand, kam den beiden gerade Recht. So richteten sie vorerst hier eine Räucherkerzenherstellung ein und experimentierten mit Antimon-Präparaten und Räucherartikeln. Räucherkerzen, Räucherpulver, Räucherpapier u.a. mit Weihrauch oder Sandel hergestellt, wurden zu der Zeit in großen Mengen als Arzneimittel gegen Keuchhusten und Asthma eingesetzt, aber auch einfach um die Luft zu verbessern und Gerüche abzumildern, die durch die wachsende Industriealisierung stark zunahm.

Besonders im Erzgebirge wo die Bergleute dem rauhen Wetter Über- und Untertage ausgesetzt waren gab es viele Erkrankungen der Atemwege vor allem auch bei Kindern. So wird wahrscheinlich ein Vater seinem kranken Kind zur schnelleren Gesundung eine rauchende Figur geschnitzt haben den „Räuchermann“.

1888 erwirbt Vorländer und Zwetz ein Grundstück nahe dem Krankenhaus in Schleiz und baut darauf ein Fabrikgebäude, was nach und nach erweitert wird. Nachdem das Krankenhaus erweitert wird, wird letztmalig das Gebäude 1920 mit einem Anbau zum Krankenhaus hin vergrössert (H. Zwetz:“… damit die vom Krankenhaus nicht zukucken können!“). Nach seinem Tod 1923 bis 1953 führt seine Tochter die Geschäfte weiter.

Nach 1945 und besonders ab 1949 war die Beschaffung der Rohstoffe aus dem Ausland ein Problem: „Sie hat das rote Zeug nicht mehr bekommen (Sandelholz)“, berichtet ein Anwohner und „… dort hat es noch bis vor kurzem (1994) nach Räucherkerzen gerochen“.

1953 kaufte der Chemiekaufmann Erich Koch die Firma und siedelte diese in Mohorn-Grund an. Die Produktion wurde damals 8 Jahre nach Kriegsende in einer Sägemühle betrieben.

Im Freien auf dem Hof oder bei schlechtem Wetter unter einem Schauer trockneten die Kerzchen. In Beyers Gut, einem Bauerngehöft in Mohorn, wurden die Räucherkerzen dann im Wohnzimmer verpackt und für den Versand fertig gemacht.
1960 konnte dann das erste „neue Fabrikgebäude“, eine seit 1945 für die Enttrümmerung Dresdens gebrauchte Baracke, in Mohorn-Grund eingeweiht werden. Wer erinnert sich nicht mehr an die beschwerliche Zeit der Materialbeschaffung.
Heute wird das Unternehmen von Marion Koch geleitet und beschäftigt 8-12 Mitarbeiter. Seit 1997 sind sie in ein neues Gebäude am gleichen Standort gezogen. Hier haben sie seitdem die Möglichkeit, die Geschichte der Räucherkerzen in einem kleinem Museum zu zeigen.

Das neue und moderne Produktionsgebäude verlassen jährlich rund 60 Tonnen KNOX-Räucherkerzen. Durch ständige Neuentwicklungen wurde die traditionelle Produktpalette ergänzt, so dass zur Zeit circa 35 Duftnoten hergestellt werden. Es handelt sich hierbei nicht nur um Räucherkerzen für die Weihnachtszeit, sondern auch um blumige, fruchtige und exotische Düfte für den Sommer oder gegen lästige Insekten. Im Sortiment sind weiterhin Räuchermänner, andere Räucherfiguren, Py-ramidenkerzen, Räucherstäbchen sowie andere weihnachtliche Artikel enthalten.

 

Eine Ausstellung zur Geschichte und Tradition des Räucherns und der KNOX-Räucherkerzen sowie ein Verkaufsraum stehen für Besucher zur Verfügung.

Ausgesuchte Rohstoffe von bester Qualität werden frisch vermahlen und sofort weiterverarbeitet.

In einem schonenden Prozess getrocknet bleiben die natürlichen Rohstoffe und Ingredienzien erhalten und geben der Räucherkerze aus alten, überlieferten Rezepturen ihr unverwechselbares Aroma und den traditionellen Duft.

Mit Düften ist das so eine Sache: Einerseits ist es unmöglich, sie beim Atmen einfach zu ignorieren, andererseits können als angenehm empfundene Düfte das Befinden positiv beeinflussen, was ein nicht gerade unerwünschter Nebeneffekt ist.

Neben dem Duft von Blüten, Kräutern und Parfums, zählen Räuchermittel seit Jahrhunderten zu den „Lieferanten“ von Wohlgerüchen. Räuchern verbindet älteste Tradition mit modernen Ansprüchen.

Grundbestandteil seiner Räucherkerzen ist Holzkohle und Holzmehl. Dieses sorgt für die Erhitzung und Verbrennung der Aromastoffe. Hinzu kommen natürliche und wohlrichte Zutaten wie exotische Baumharze, Wurzeln, Rinden, Blüten, Gewürze und anderen aromatische Stoffe. Gemeinsam mit einem pflanzlichen Bindemittel werden die pulverisierten Bestandteile zu einem formbaren Teig verarbeitet, welcher in Formen gepresst der Räucherkerze Ihre Gestalt gibt und trocken gelagert sind Räucherkerzen nahezu unbegrenzt haltbar.