Manufaktur

Klaus Ludwig Clement

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Seit 2010 findet man in der Melscherstraße in Leipzig die Werkstatt des Geigenbaumeister Klaus Ludwig Clement.

Dies ist keinesfalls die erste Station im Lebenslauf des versierten Handwerkers für Saiteninstrumente: Den gebürtigen Franken führten Know-How und Expertise um den gesamten Globus.

Für die Liebe – seine Ehefrau Stefanie Clement ist die Inhaberin des traditionsreichen Friedrich Hofmeister Musikverlages – ließ er sich schlussendlich in der Messe- und Musikstadt nieder.
Hier sitzt Clement selbst an der Werkbank und arbeitet an Violinen, Violas und Violoncelli, die aus allen Teilen der Welt geordert werden.

Besonderen Wert legt er auf Instrumente, die ein vielseitiges Klientel ansprechen: der fortgeschrittene Geigenschüler soll gleichermaßen bedient werden können wie die erfahrene Proficellistin.

Mit Freuden stellt er sich jeden Tag aufs Neue der Herausforderung, seinen Kunden das Instrument zu liefern, das sie sich vorstellen, ohne dabei die eigenen Ansprüche aus den Augen zu verlieren.

Denn für Klaus Ludwig Clement zeichnet sich exzellentes Handwerk vor allem durch eine gewisse Hartnäckigkeit aus, die damit einhergeht, beständig an sich selbst zu arbeiten, sich weiterzubilden und seine Visionen zu verfolgen.

 

Seinen persönlichen Weg fand Clement während der Ausbildungszeit: Er spezialisierte sich auf Geigenlack. Die Schönheit der Instrumente, die durch den geeigneten Lack erst richtig zu Geltung kommt und der lange vernachlässigte Einfluss auf den Klang faszinierte ihn.

 

Die Forschungslage zu diesem Thema gestaltete sich Anfang der 1980er Jahre jedoch als äußerst dürftig und wurde durch Mystifizierung und Halbwissen derart verklärt, dass der Geigenbauer in spe beschloss, selbst Antworten auf seine zahlreichen Fragen zu suchen.

In Originalliteratur wurde er fündig – nicht etwa in Fachbüchern zum historischen Geigenbau, sondern beispielsweise in Hauswirtschaftsbüchern. Einfach, aber wunderbar effektiv. Heute ist Klaus Ludwig Clement durch seine Vorträge über historische Lackrezepturen international bekannt.