Hey Orgelbau

250 Jahre Erfahrung – zweieinhalb Jahrhunderte gewissenhafter Dienst am kirchlichen Instrument. Im 18. und 19. Jahrhundert hat die Orgelbauerfamilie Oestreich aus Oberbimbach bei Fulda den Orgelbau in der Region nachhaltig geprägt.

Kontakt

Hey Orgelbau

Adresse

Hauptstraße 34
97645 Ostheim vor der Rhön

Telefon

+49 (0) 9779 322

In fünf Generationen waren insgesamt vierzehn Orgelbauer dieser Sippe tätig. Ein bedeutender Schüler der Oestreich-Werkstatt war Johann Schneider (1755-1825) aus Allmus bei Fulda. Mit ihm blieb die Oestreich-Tradition lebendig. Über Andreas Schneider (1790-1859), dessen Sohn Nikolaus Sartorius sowie Michael Katzenberger (1813-1874) ging die Werkstatt 1874 an Wilhelm Hey aus Sondheim/Rhön über. Wilhelm Hey ( 1840 – 1921 ) war zunächst Schreiner in der väterlichen Werkstatt und wechselte auf Anregung von Michael Katzenberger in den Orgelbau. Das Handwerk lernte er bei A. Randebrock im westfälischen Paderborn, wo er es bis zum Werksmeister brachte. Im Jahre 1870 fuhr er im Namen seines Lehrmeisters Randebrock in die USA, um in Detroit ein großes Orgelwerk aufzustellen. In Deutschland arbeitete Wilhelm Hey zu dieser Zeit an Orgeln in Warburg, Werl, St. Walburga und in Corvey. Von dort wurde er in das Schloß gerufen, um dem berühmtesten Klavierspieler der Zeit, Franz Liszt, das Instrument zu richten und zu stimmen.

Wilhelm Hey gewann schnell das Vertrauen der Kundschaft am Dreiländereck zu Thüringen, Hessen und Bayern. Die Orgelneubauten errichtete er mit klassizistischen Rechteck- oder Rundbogenprospekten. Seine Werke zeugen noch heute von hohem handwerklichen und künstlerischen Können.

Die Familie Hey ist mittlerweile in der fünften Generation tätig. Damit zählt die Hey- Werkstatt zu den ältesten Orgelbauwerkstätten Deutschlands. Seit 1963 ist sie in Urspringen/ Rhön ansässig. Heute wird sie von Herbert Hey geführt, dessen Sohn Thomas bereits als sechste Generation bereitsteht.

Die überlieferte Handwerkskunst und die Gesetzmäßigkeiten, die jedem Hey-Instrument mzugrunde liegen, haben sich seit dem 18. Jahrhundert kaum gewandelt. Dennoch geht Hey mit der Zeit. Der technische Fortschritt bringt Erleichterungen, die heute niemand missen möchte. Moderne Technik kommt mit äußerstem Bedacht zum Einsatz, denn der spezifische Klangcharakter soll in jedem Fall erhalten bleiben.