Handwerkskammer Leipzig

Die Handwerkskammer ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts, die eine Vielzahl von Aufgaben für ihre Mitglieder erbringt. Im Bereich Kunsthandwerk bietet die Handwerkskammer Leipzig eine Meisterausbildung für Tischler an.

Kontakt

Handwerkskammer Leipzig

Adresse

Emily Foth
Beauftragte für Innovation und Technologie
Dresdner Strasse 11/13

Telefon

0341 2188323

Selbstverwaltung, Interessenvertreter und Dienstleister

Die Aufgaben der Handwerkskammer sind gesetzlich in der Handwerksordnung (Stand: Mai 2020) festgelegt. Die Handwerkskammer zu Leipzig vertritt die wirtschaftspolitischen Gesamtinteressen ihrer zirka 12.000 Mitgliedsunternehmen mit 90.000 Beschäftigten und 3.500 Lehrlingen. Sie ist Anlaufstelle für alle unternehmerischen Anliegen des Handwerks, von Unternehmensgründung über Unternehmensentwicklung bis zur Unternehmenssicherung und -nachfolge. Zusammen mit Innungen und Kreishandwerkerschaften erbringt sie, als Selbstverwaltungseinrichtung der Wirtschaft, zudem freiwillige Dienstleistungen und erfüllt öffentliche Pflichtaufgaben. Hierzu zählen zum Beispiel die Regelung der Berufsausbildung oder die Führung der Handwerksrolle.

 

Arbeitgeber und Arbeitnehmer bestimmen gemeinsam

Eine Besonderheit im Gegensatz zu anderen Kammern ist die Arbeitnehmerbeteiligung in allen Handwerkskammergremien. Somit werden auch die Interessen der angestellten Meister, Gesellen und Lehrlinge in den Betrieben berücksichtigt. Dies bedeutet dass nicht nur die Betriebsinhaber Mitglied der Handwerkskammer sind, sondern auch alle Arbeitnehmer mit abgeschlossener Berufsausbildung.

Die Mitglieder der Handwerkskammer entsenden ihre Vertreter in die Vollversammlung, die aus 36 ehrenamtlich tätigen Personen besteht. 24 Vollversammlungsmitglieder vertreten die Selbstständigen und zwölf die Arbeitnehmer. Die Vollversammlung wählt aus ihrer Mitte wiederum den Vorstand, der aus dem Präsidenten, zwei Vizepräsidenten und sechs weiteren Mitgliedern besteht.

Meisterlehrgang für Tischler: Fachlich in der ersten Liga spielen

Fachleute, die im Tischlerhandwerk in der ersten Liga spielen möchten, nach mehr Verantwortung in ihrem Betrieb streben oder mit einem eigenen Unternehmen durchstarten wollen, kommen am „Meister“ kaum vorbei.

In der Meisterausbildung werden Aufstiegswillige deshalb nicht nur auf die Tätigkeit einer Führungskraft, sondern auch auf die Fachteile der Meisterprüfung vorbereitet. Mit diesem Know-how können sie allen beruflichen Herausforderungen gelassen begegnen.

Im Teil I der Prüfung (Fachpraxis) haben angehende Tischlermeister anhand eines anspruchsvollen Prüfungsprojektes nachzuweisen, dass sie für die Kunden qualitativ hochwertige und für ihr Unternehmen ertragreiche Wertarbeit abliefern können. Das avisierte Arbeitsresultat kann hierbei ein Innenausbau, eine Inneneinrichtung, ein Bauelement oder ein Fassadenabschluss sein.

Neben dem hergestellten (Teil-)Erzeugnis, wird in der Praxisprüfung Wert auf mustergültige Konzeptions-, Durchführungs- und Dokumentationsarbeiten gelegt. Außerdem müssen die fachlichen Zusammenhänge und berufsbezogenen
Schwierigkeiten, die mit dem Prüfungsprojekt zusammenhängen, in einem Prüfungsgespräch erläutert werden und es gilt, ein Produkt in einer zusätzlichen Situationsaufgabe unter Beachtung funktioneller, materialbezogener, fertigungstechnischer und wirtschaftlicher Anforderungen zu fertigen.

Auch im fachtheoretischen Teil der Prüfung wird einiges gefordert. Hier müssen die Prüflinge schriftlich belegen, dass sie mit profunden Kenntnissen Fachprobleme analysieren, und bewältigen können. Geprüft werden sie dabei in den Fächern „Gestaltung, Konstruktion und Fertigungstechnik“, „Montage und Instandhaltung“, „Auftragsabwicklung“ sowie „Betriebsführung und -organisation“.

Inhalt Teil I (Fachpraxis)

Maschinenlehrgang
Oberflächenbearbeitung
Treppenbau
Kunststoffbearbeitung

Teil II (Fachtheorie)

Grundlagen
Werkstoffe
Entwurfslehre und Stilkunde
Verfahrenstechnik
Fachbezogene EDV
Betriebseinrichtungen und Betriebsorganisation
Kostenrechnung/VBO

Bildnachweis HWK:
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