Ryketurin

Unter dem Berliner Label Ryketurin designed Ulrike Stiller seit 2020 handgewebte Wand-Objekte. Die Designerin absolvierte an der Kunsthochschule Berlin-Weissensee einen Master in Mode-Design.

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Während eines Auslandssemesters 2016 am Nova Scotia College of Art and Design in Kanada erlernte sie das Handwerk des Handwebens und entwickelte eine große Faszination dafür.

So integriert Ulrike Stiller das Weben fortan fest in ihre designerische Arbeit und verlagert mit der Gründung des Labels den Schwerpunkt von der Mode weiter hin zur textilen Fläche. Sie setzt mit ihrer Arbeit ein Zeichen für das textile Handwerk und gibt der Vielschichtigkeit, die ihm innewohnt, eine Bühne, indem sie es in einem modernen Kontext interpretiert.

Es entstehen Kollektionen, die jeweils in einer eigenen Themenwelt stattfinden. Die Inspiration dazu kann sehr vielfältig sein, manchmal gar nicht klar zu benennen.

Oft bedient sich die Designerin dem immensen Repertoire an Farben und Texturen, die das Großstadtbild zu bieten hat. Zumeist unauffällige Stilleben von Fassaden, Asphalt, bröckelnder Farbe, wucherndem Unkraut, dass sich den Weg durch den Beton ans Licht bahnt. Aber auch aus der Natur, fern der Stadt zieht Ulrike Stiller viel Inspiration.

Ziel ist es, die textile Fläche von ihrem ursprünglichen Zweck zu entkoppeln. Dem Zweck des reinen Bekleidens. Der funktionale Aspekt wird abgelöst vom puren Dasein. Eine Hommage an die Schönheit und Poesie der textilen Grundform.

Die ruhigen, grafischen Designs entstehen oft in einem künstlerisch-kreativen Prozess während der Arbeit am Webstuhl und werden nur ansatzweise zuvor geplant. Die Kettfäden werden per Tauchverfahren handgefärbt und anschließend in getrocknetem Zustand auf den Webstuhl gebracht.

Die farbliche Dynamik des Gewebes entsteht durch das so genannte Warp-Dyeing, mit welchem Ulrike Stiller ganz individuelle Verläufe und Farbwelten kreiert. Farbflächen greifen in Strukturen und lösen sich schließlich auf. Die verwendeten Garne bestehen hauptsächlich aus Baumwolle, da sie sich gut färben lässt.

Handgewebt an einem finnischen Webstuhl im Berlin-Weissenseer Atelier ist jedes Bild ein Unikat. Die gerahmten Exemplare fanden bereits über die Grenzen Europas hinaus Interessentinnen und Interessenten.