Marc Bühren

Der bildende Künstler Marc Bühren studierte an der Bergischen Universität Wuppertal Kommunikationsdesign. Dieses breitgefächerte Studium schuf für Bühren eine fundamentale Basis an diversen analogen und digitalen Techniken, denen er sich bis heute bedient und weiterhin um neuartige Techniken erweitert.

Kontakt

Marc Bühren

Adresse

A Bruchstern 48
44263 Dortmund

Telefon

+49 (0)160 5565710

Seit 2008 verfolgt der in Dortmund lebende Künstler seine Arbeit im Haupterwerb. In seinem Atelier und in weiteren Institutionen vermittelte er sein Wissen an Kinder, Jugendliche und Erwachsene in Malerei, Zeichnung und 3D-Kunst. Er ist Mitglied im BBK Ruhrgebiet, dem Künstlerbund Hagenring und dem Westfälischen Künstlerbund Dortmund.

Seit fünf Jahren arbeitet Bühren bereits mit der innovativen und handwerklich herausforderungsvollen Technik des manuellen 3D-Drucks. Der Künstler zeichnet mit einem feinen Strang aus Kunststoff, der mittels eines elektrisch betriebenen Stiftes durch eine etwa 200 Grad heiße Düse extrudiert wird.

Dabei spezialisierte er sich auf Grund des Aspektes der Nachhaltigkeit auf die Arbeit mit biobasiertem Kunststoff. Der Nachteil dieses Kunststoffes ist im Vergleich zu konventionellem seine längere Abkühlzeit, was einiges Umdenken bei der Arbeit mit diesem Biokunststoff mit sich bringt.

Mit viel Konzentration, Durchhaltevermögen und Leidenschaft entstehen aus Bührens Hand große raumgreifende Objekte und Installationen, die zum Teil ganze Ausstellungsräume einnehmen können. Bühren ergänzt den manuellen 3D-Druck durch Elemente, die mit Hilfe eines konventionellen FDM-3D-Druckers erzeugt wurden. So ist zum Beispiel das Werk „Biomimetik“ entstanden, das seit 2021 Bestandteil der Sammlung des Gustav-Lübcke-Museums in Hamm ist und in der Abteilung für Angewandte Kunst besichtigt werden kann.

Die Corona bedingte angespannte Lage der weltweit unterbrochenen Lieferketten und die damit verbundenen aussetzenden Lieferungen des Biokunststoffes sowie von Arbeitswerkzeugen, veranlassten Bühren dazu, einen anderen künstlerischen Weg aufzunehmen. Durch die Rückbesinnung auf klassische Drucktechniken, wie dem Linoldruck und der Monotypie, in Kombination mit traditioneller Faltkunst erkundet er ebenfalls mit Papierarbeiten den Raum. Bühren bleibt sich trotz der verschiedenen Techniken seiner künstlerischen Ausdrucksweise und Formensprache treu, so arbeitet er überwiegend mit feinen Linien und Strukturen in der Farbe Schwarz und ergänzt sein bisheriges Oeuvre sinnvoll mit dreidimensionaler Papierkunst.

Marc Bühren bedient sich größtenteils der Natur als Inspirationsquelle, worauf auch schon die Namen seiner Werkreihen „Radiolarie“, „Stoma“ und „Kokon“ hindeuten. Die abstrahierten, filigranen Objekte verweisen auf ein äußerst verletzliches Netzwerk des globalen Ökosystems, in dem der „Mensch“ mittlerweile zum größten einflussnehmenden Faktor geworden ist.

 

Die Thematik des Anthropozäns beschäftigt den naturverbundenen Künstler bereits seit Jahren und mit großem Bedauern sind die Auswirkungen heute mehr denn je für uns spürbar. Desweiteren nimmt mittlerweile die Werkreihe „Bürde“ einen großen Bereich seines Schaffens in Anspruch, welche sich mit Religiosität und Glaubensgemeinschaften auseinandersetzt.

Trotz dieser eher schwierigen Thematiken überzeugen Marc Bührens Werke durch ein hohes Maß an handwerklichem Können und einer besonderen Ästhetik, bei der der Künstler geschickt mit den Sehgewohnheiten der Ausstellungsbesucherinnen und -besucher spielt, denn die Dreidimensionalität der Kunstwerke wird für diese oft erst durch das Umrunden optisch in vollem Maße begreifbar.