Maike Häusling

Die Multimediakünstlerin Maike Häusling lebt und arbeitet in Frankfurt am Main. Ihre Ideen entstehen meist durch ästhetische Beobachtungen, dem Experimentieren mit Materialien, sowie durch die Beschäftigung mit Situationen und Orten.

Kontakt

Maike Häusling

Adresse

Langenhainer Str. 25
60326 Frankfurt am Main

Telefon

+49 (0)157 7709 8374

Hierbei können ästhetische Wahrnehmungen ebenso wie soziale und politische Fragestellungen im Zentrum stehen. Oft gehen ihre Arbeiten von einer konzeptionellen Idee aus, die eng mit dem Ort verknüpft ist. So ist die Entwicklung ihrer Arbeit immer eine Spurensuche. Häusling interessieren hierbei räumliche Beziehungen von Dingen und die Konstruktion von neuen Kontexten. Dabei verfolgt sie gerne disziplinübergreifende Arbeitsmethoden. So entstand jüngst eine experimentelle Bilderserie, in welcher sie Malereien aus Tusche mit Siebdrucken, die durch iPad-Zeichnungen entstanden sind, kombiniert.

Häuslings Atelier befindet sich in einem ehemaligen Ladengeschäft in der denkmalgeschützten Hellerhofsiedlung. Diese wurde Ende der 1920er Jahren von dem Niederländischen Architekten und Designer Mart Stam entworfenen. Diese besondere Architektur beeinflusst auch heute Häuslings künstlerische Arbeit. So entstand z.B. 2021 – als Resultat einer künstlerischen Forschung – die Monodruckserie „Farben der Hellerhofsiedlung“, welche das ursprüngliche Farbkonzept der Siedlung wieder sichtbar macht. Das ebenerdige Ladenatelier verfügt über eine Schaufensterfront aus vier großen Fenstern. Je nach Arbeitsphase werden diese mal blickdicht oder als Ausstellungsfläche gestaltet. Maike Häuslings Arbeitsschwerpunkt liegt bei Malerei, Installation, Fotografie sowie Druckgrafiken.

Ein- bis zweimal im Jahr konzipiert Häusling eine Schaufensterausstellung – gerne auch in Zusammenarbeit mit Gastkünstlern und Gastkünstlerinnen und ihrer Ateliernachbarschaft. Zudem stellt sie regelmäßig am Tag der Druckkunst aus. Seit einigen Jahren experimentiert Maike Häusling sehr gerne mit dem Eindruckverfahren (Monotypie). Hierfür wird die Druckplatte malerisch und mit Schablonen bearbeitet, und vor jedem erneuten Abdruck durch Addition und Reduktion verändert. Jeder Druckvorgang hinterläßt Spuren auf der Platte, welche sich durch erneute Veränderungen und Farbschichten sukzessiv zu einer Druckserie entwickeln. Diese Herangehensweise einer sehr spielerischen, spontanen Improvisation bedarf einer bewussten Auslotung der unendlichen Variationsmöglichkeiten. Jeder Abdruck ist ein Unikat und im Handabzug entstanden.

Mit dem Ziel, die Lebensqualität in der Hellerhofsiedlung so hoch wie möglich zu halten, verfolgte der Architekt Mart Stan beim Bau der Siedlung in den 1920er Jahren ein ausgeklügeltes Raum- und Farbkonzept. Im Zuge einer künstlerischen Forschung setzte sich Maike Häusling mit dem ursprünglichen Farbkonzept der denkmalgeschützten Siedlung auseinander, welches heute größtenteils überdeckt ist. Die Ergebnisse wurden zu einer Serie von Druckgrafiken verarbeitet und im Schaufenster ihres Atelierladens in der Siedlung ausgestellt.

Seit einem Arbeitsaufenthalt in Malaysia 2018 hat die Künstlerin viel mit dem dort so typischen Chinapapieren experimentiert. Inspiriert hierzu hat sie die Erfahrung einer Durchdrucktechnik mit Tuschen, welche sie durch ihre malayisch-chinesischen Gastgeber in Tempeln kennengelernt hat. Nach zahlreichen Materialversuchen sind seit 2020 eine Serie großformatiger Tuschebildern auf Chinapapier entstanden.

Seit 2022 erweitert Häusling ihre Tuschebilder zu einer neuen Serie durch Kombination mit der Siebdrucktechnik. Die Tuschearbeiten sind draußen auf einer Wiese sitzend entstanden. Bei dieser Maltechnik geht es um einen sehr spontanen Farbauftrag und die Reaktion der verschiedenen Tuschen untereinander und mit Wasser. Teilweise formen sich der Untergrund, Pflanzen oder Gräser durch. Das „fertige“ Bild wird erst mit dem abgeschlossenen Trocknungsprozess sichtbar. Im Anschluss und um die Kompositionen noch stärker zu verdichten, fügt sie verschiedenen Siebdruckformen hinzu. Diese basieren auf iPad-Zeichnungen, die digitalen Fotografien entnommen wurden. Die Kompositionen erinnern oftmals an Landkarten oder eigene Mikrokosmen.